Funk‑Dienst Höherer Zuständigkeit. Freiwillige Diensthunde Zschopau. Fluchdienst der Heiligen Zunge. Fick Die Hundert Zehn.
Vier Buchstaben. Ein Notruf, der hier zurückgegeben wird. In Zahlen: 1 3 1 2 — A.C.A.B. — all cops are bastards. Eine Parole, älter als das Internet. Älter als Deutschrap. Älter als die meisten, die sie heute aussprechen.
Die Abkürzung taucht als Häftlings‑Tattoo im Vereinigten Königreich auf. Ein Buchstabe pro Knöchel. Schon damals keine Liebeserklärung.
Schottischer Streetpunk macht den Spruch endgültig zur Parole. Von da an Stadien, Wände, Lederjacken.
Deutschsprachiger Oi!‑Punk. Lieder wie „Dr. Martens Beat“ und „Singen & Tanzen“ handeln von Schlägereien mit der Staatsgewalt, bevor die Band später selbst ihren Frieden sucht.
Compton, Kalifornien. Ice Cube, MC Ren, Eazy‑E stellen der LAPD vor laufender Kamera einen Strafzettel aus. Das FBI schreibt einen Warnbrief. Der Track wird Blaupause für jeden Rap‑Song über Polizeigewalt — auf jedem Kontinent.
Aggro Berlin, Ersguterjunge. „Bitte spüle mir den Mund aus Seife, ich hab' was Böses gesagt.“ Straßenslang schlägt Radioformat.
Premiere am 28.07.2017 auf 16BARS, veröffentlicht 2018 auf dem Tape Audio Archiv (Chimperator). Produziert von Funkvater Frank & Cycris Visyn. Refrain: „Und wir rauchen bis zum Lungenkrebs, immer unterwegs — fick die Hundertzehn.“ Der Track, der dieser Domain hier den Namen gibt.
Geist‑Album (Chimperator). Track „fick die 110“ als Hook‑Motiv, daneben Malik mit „Fick die 110, lass die Hunde frei, deshalb träum ich süß." Keine Parole als Pose, sondern gelebte Biografie zwischen Racial Profiling, Siedlung und deutschem Alltagsrassismus.
Vier Buchstaben. Ein Akronym. Eine Geschichte.
„Ich will mein Leben zurück —
das Schicksal lacht mich aus."
„Fuck the police — comin’ straight from the underground."
„Auch eine polemische oder verletzende Formulierung entzieht einer Äußerung noch nicht den Schutz der Meinungsfreiheit."